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Massagen in der Körperarbeit

Das unterschätzte Potential einer guten Massage...


Körperliche Berührung ist ein direkter Zugang zu unserem Nervensystem. Die Wirkung kann positiv oder negativ sein.


Unser Autonomes Nervensystem (ANS) steuert nicht nur alle unwillkürlich ablaufenden, automatischen Funktionen wie Herzschlag, Verdauung und Atmung, die Höhe des Blutdrucks oder die Blasentätigkeit. Zeitgleich geschieht eine permanente Rückmeldung aus der Peripherie zurück an unser Zentrales Nervensystem.


Wenn wir über unser Nervensystem sprechen, so können wir dies seriöserweise nicht nur im biologisch-technischen Kontext tun.

Vielmehr vermittelt uns unser Nervensystem über alle Wahrnehmungsorgane, sowohl über unsere Sinnesorgane, als auch durch das oben beschriebene Feedback innerer Nervenbahnen, Wahrnehmungen, welche wir als sicher oder als bedrohlich einordnen.

Unmittelbare Gefühle orientieren sich an der Interpretation all dieser permanent auf uns einströmenden Sinneseindrücke.


So kann uns Lärm in einen Zustand der Unruhe versetzen, Schmerzen können unsere Resilienz (mentale Widerstandsfähigkeit) schwächen. Gefühle diffuser Angst können aus einem körperlichen Unwohlsein erwachsen und körperlich schmerzhafte Traumen können uns lange Zeit verunsichern.


So verschieden die Wahrnehmungen äußerer, als auch innerer Reize sind, so mannigfaltig sind auch unsere unbewusst stattfindenden Erklärungungen/Interpretationen des Geschehenden.


Diese Interpretationen sind nie abgeschlossen!


Das große Potential der Massage als Körperarbeit liegt genau hier. Sie kann langfristig regulierend auf unser Nervensystem einwirken.


Die Erfahrung von körperlicher Sicherheit und positivem somatischen Feedback ermöglicht eine Neuausrichtung gewohnter Interpretationsmuster.


Erfahrungen programmieren unsere Art der Wahrnehmung. Erlebtes und Gefühltes bewerten wir entsprechend unserer Erfahrungen als sicher oder unsicher, positiv oder negativ, gefährdend oder schützend. Wie in der Verhaltenstherapie können auch in der Körpertherapie unsere erlernten Muster neu verhandelt werden.


Durch unser somatisches Empfinden erfahren wir Sicherheit auf einer körperlichen Ebene.

Die Wahrnehmung durch unser autonomes Nervensystem ermöglicht uns die Adaption dieses Gefühls der Sicherheit.


Dieser Prozess schafft Vertrauen in uns selbst. Er ist nicht manipulativ oder verlangt nach einer Optimierung unserer Persönlichkeit. Wir erfahren die Sicherheit, die in uns selbst liegt.


Das Erfahren unserer Ressourcen stärkt unsere Resilienz und macht uns Mut, uns im Äußeren neu zu verorten. Hier steckt sehr viel Potential für eine positive Zukunft!

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